Lautstark, rockig, voller Herzblut und mit Tiefe – so tönt «Stopp, hani gseit!». Die jungen Menschen mit Behinderung, die im Song auftreten, wissen aus eigener Erfahrung, wovon sie singen: Sie werden deutlich häufiger Opfer von Gewalt als Menschen ohne Behinderungen.
Stopp sagen zu können angesichts von Übergriffen, ist nicht einfach – erst recht nicht für Menschen, die in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen leben. Mit Blick auf die Präventionstage am 25. November 2025 haben die Opferhilfe beider Basel und die Schule «Musik für alle» deshalb im Sommer damit begonnen, einen Song zu erarbeiten, der Menschen ermutigt, Grenzen zu ziehen.
Mit Musik gegen Gewalt im Alltag
Babette Wackernagel Batcho, Schulleiterin von Musik für alle, sagt zum Projekt: «Unsere Schule unterstützt Kinder und Jugendliche mit Behinderung dabei, musikalisch aktiv zu werden. Unsere Band war sofort einverstanden, zusammen einen Song zu kreieren, einzustudieren, aufzunehmen und aufzuführen. Es ist uns ein zentrales Anliegen, einen Beitrag gegen Gewalt an Menschen mit Behinderungen zu leisten.»
Die Stimme der Betroffenen hören
Beat John, Geschäftsleiter Opferhilfe beider Basel, schätzt die Bedeutung der Kampagne so ein: «Gewalt an Menschen mit Behinderung wird nach wie vor zu wenig ernst genommen. Der Song stärkt die betroffenen Personen darin, Grenzen setzen zu können. Und ihre Stimme und ihre eindeutige Botschaft an uns alle wird gehört, und das auf eine sehr berührende, lebhafte Weise.»
Mitsingen ist erwünscht
Der Videoclip sowie eine Karaoke-Version sind auf Youtube veröffentlicht. Passend zum Song sind Stickers erhältlich, für Jung und Alt. Der Song eignet sich auch für Schulklassen, Freizeitorganisationen und vielen mehr. Mitsingen ist erwünscht!