Eine gemeinsame technische Plattform

Eine Notfallnummer zu betreiben, stellt hohe technische Anforderungen. Damit die Opferhilfe und die Dargebotene Hand bei der Nummer 142 in Zukunft reibungslos zusammenarbeiten können, nutzen die beiden Organisationen neu den gleichen telefonischen Service des Unternehmens Blue Call. Welche Vorteile das bringt und welche Herausforderungen sich in der Vorbereitung stellten, erklärt Samuel Widmer, Gründer und CEO von Blue Call.

Zahlreiche Regionalstellen der Dargebotenen Hand arbeiten beim Betrieb der Notfallnummer schon seit Jahren mit Blue Call zusammen. Die Opferhilfe beider Basel hat ihre Telefonie aus diesem Grund nun auch zu Blue Call gewechselt. Dies vereinfacht die Zusammenarbeit für den Betrieb der 142er-Nummer sehr. Gleiche Lösung, gleiche Handhabung, einheitliche Statistik, gemeinsame Sprache, vereinfachte interne Kommunikation und Weitergabe: Das sind einige der Vorteile, die für den Wechsel zu Blue Call den Ausschlag gegeben haben.

Wieso ist Blue Call die richtige Telefonielösung für die Notrufnummer 142?

Samuel Widmer: Neben Kommunikationslösungen für Service Center und Blaulichtorganisationen ist Blue Call auch Ausrüster für Organisationen mit telefonischen Services im sozialen Umfeld. So dürfen wir zum Beispiel die Dargebotene Hand oder den Schweizerischen Blindenverband zu unseren Kunden zählen. Es freut uns ganz besonders, nun auch für die Opferhilfe tätig sein zu dürfen. Was die Mitarbeitenden von Blue Call auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, sich in die Bedürfnisse und das Umfeld von Kunden einzuarbeiten und so eine optimal angepasste Lösung bereitzustellen.

Was ist der Unterschied zwischen der Nummer 142 und der 143 der Dargebotenen Hand? Was macht die neue Applikation anspruchsvoll?

Die beiden Notrufnummern 142 und 143 unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich der Themen. Aus technischer Sicht sind die beiden Notrufdienstleistungen durchaus vergleichbar. Der Betrieb auf einer einheitlichen Plattform bringt viele Vorteile.

Für die Einführung der neuen Nummer hat Dein Unternehmen Neuerungen und Zusatzleistungen entwickelt. Was genau wurde angepasst?

Die Nummer 142 stellt einen neuen Service dar. Deshalb wurde für die Opferhilfe und die Dargebotene Hand eine neue Plattform geschaffen, damit die beiden Organisationen optimal zusammenarbeiten können.

Mit welchen Gefühlen siehst Du dem 1. November entgegen, wenn in ersten Kantonen Opferhilfestellen rund um die Uhr verfügbar sein werden?

Eine Notfallnummer 7/24h an 365 Tagen zu betreiben, ist mit vielen grösseren Herausforderungen verbunden. Auf der einen Seite sind die technischen Herausforderungen, die in der Zwischenzeit gut gemeistert werden konnten. Auf der anderen Seite sind die organisatorischen Herausforderungen, damit die Notfallnummer durch die Mitarbeitenden der Opferhilfe und die Freiwilligen der Dargebotenen Hand zeitgerecht bedient werden kann. Ich selbst war mit vielen technischen Fragen beschäftigt, habe aber auch an Meetings und Schulungen organisatorische Aspekte mitbekommen. Dabei konnte ich feststellen, dass die Mitarbeitenden der Opferhilfe und die Freiwilligen der Dargebotenen Hand sehr motiviert sind, diese neue Dienstleistung zu erbringen. Das stimmt mich für den 1. November sehr zuversichtlich.

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NEU: 24/7

In der Nacht und am Wochenende wird die Nummer von der Dargebotenen Hand beider Basel bedient.

Die Dargebotene Hand übernimmt dabei die Basisberatung und leitet bei Bedarf in den Tagdienst der Opferhilfe für die Beratung weiter.

Die Opferhilfe beider Basel ist 24/7 erreichbar
Tel: +41 61 205 09 10

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