Häusliche Gewalt

Was versteht man unter häuslicher Gewalt?

Menschen jeder sozialen Schicht, jeden Alters und jeder Konfession erleben häusliche Gewalt, das heisst Gewalt in Partnerschaften und Familien. In der Mehrzahl der Fälle wird häusliche Gewalt durch Männer gegen Frauen ausgeübt, es werden aber durchaus auch Männer Opfer von häuslicher Gewalt.

Die Gewalt wird in aller Regel über lange Zeiträume wiederholt ausgeübt und hat verschiedene Gesichter. Es zeigt sich psychische, körperliche, sexuelle und ökonomische Gewalt.
Gewalthandlungen werden oft unterbrochen von Versöhnungsphasen, in denen der Partner/die Partnerin verspricht, er/sie werde sich ändern, alles werde besser. Auch nach einer Trennung von der gewaltausübenden Person ist die Gewalt oft nicht beendet, Belästigungen und Bedrohungen gehen weiter. Manchmal ist massives Stalking die Folge.

Unter häuslicher Gewalt versteht man auch die Gewalt, die von jugendlichen oder erwachsenen Kindern gegenüber ihren Eltern ausgeübt wird, sowie die Gewalt, die durch andere Personen des familiären Umfelds ausgeübt wird.

Folgen häuslicher Gewalt
Das Erleben von häuslicher Gewalt ist eine traumatisierende Erfahrung und hat – auch für die mitbetroffenen Kinder – gravierende Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit und die gesamte Lebenssituation. Betroffene fühlen sich in diesen Situationen oft ohnmächtig, ausgeliefert und verlieren ihr Selbstbewusstsein. Sie haben Angst vor weiterer Gewalt sowie den Konsequenzen einer Trennung und wissen deswegen nicht mehr weiter. Viele Betroffene lieben ihren Partner bzw. ihre Partnerin trotz allem noch. Sie wollen sich eigentlich nicht trennen, sondern nur, dass die Gewalt gestoppt wird. Oft besteht lange die Erwartung und Hoffnung, es könne sich doch noch alles zum Guten entwickeln, wenn man sich nur genügend Mühe gebe und sich auf die Bedürfnisse des Partners/der Partnerin einstelle. So sind viele Betroffene hin- und hergerissen zwischen Angst, Enttäuschung, dem Gefühl, die Situation nicht ertragen zu können, auf der einen Seite und der Hoffnung auf Besserung auf der anderen Seite.

Beratung und Unterstützung
Wenn Sie von häuslicher Gewalt betroffen sind, können Sie mit Unterstützung der Fachpersonen der Beratungsstelle Möglichkeiten und Wege überlegen, wie die Gewalt beendet werden kann. Wir unterstützen Sie darin, die Folgen der erlebten Gewalt zu bewältigen, die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu nutzen und neue Perspektiven zu entwickeln. Bei Bedarf vermitteln wir Ihnen eine Notunterkunft im Frauenhaus.

Nebst der Frage nach Ihren persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen informieren wir Sie über Rechte, die zum Schutz gewaltbetroffener Personen bestehen, sowie den Ablauf einer Trennung oder Scheidung. Wir beraten und unterstützen Sie im Einleiten rechtlicher Schritte und begleiten Sie gegebenenfalls im Strafverfahren.

Wir beraten Sie aber auch, wenn es sich um eine Zwangsheirat oder Zwangsehe, eine Verheiratung bzw. Ehe gegen den Willen eines Ehepartners handelt.

Folgen häuslicher Gewalt

Das Erleben von häuslicher Gewalt ist eine traumatisierende Erfahrung und hat – auch für die mitbetroffenen Kinder – gravierende Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit und die gesamte Lebenssituation. Betroffene fühlen sich in diesen Situationen oft ohnmächtig, ausgeliefert und verlieren ihr Selbstbewusstsein. Sie haben Angst vor weiterer Gewalt sowie den Konsequenzen einer Trennung und wissen deswegen nicht mehr weiter. Viele Betroffene lieben ihren Partner bzw. ihre Partnerin trotz allem noch. Sie wollen sich eigentlich nicht trennen, sondern nur, dass die Gewalt gestoppt wird. Oft besteht lange die Erwartung und Hoffnung, es könne sich doch noch alles zum Guten entwickeln, wenn man sich nur genügend Mühe gebe und sich auf die Bedürfnisse des Partners/der Partnerin einstelle. So sind viele Betroffene hin- und hergerissen zwischen Angst, Enttäuschung, dem Gefühl, die Situation nicht ertragen zu können, auf der einen Seite und der Hoffnung auf Besserung auf der anderen Seite.

Beratung und Unterstützung

Wenn Sie von häuslicher Gewalt betroffen sind, können Sie mit Unterstützung der Fachpersonen der Beratungsstelle Möglichkeiten und Wege überlegen, wie die Gewalt beendet werden kann. Wir unterstützen Sie darin, die Folgen der erlebten Gewalt zu bewältigen, die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu nutzen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Nebst der Frage nach Ihren persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen informieren wir Sie über Rechte, die zum Schutz gewaltbetroffener Personen bestehen, sowie den Ablauf einer Trennung oder Scheidung. Wir beraten und unterstützen Sie im Einleiten rechtlicher Schritte und begleiten Sie gegebenenfalls im Strafverfahren.

Wir beraten Sie auch, wenn es sich um eine Zwangsheirat oder Zwangsehe, eine Verheiratung bzw. Ehe gegen den Willen eines Ehepartners handelt.

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Wegweisung

Was ist eine Wegweisung?

Die Polizei kann eine Gewalt ausübende Person aus der Wohnung oder dem Haus weisen und ihr die Rückkehr für zwölf Tage verbieten. Die weggewiesene Person darf in dieser Zeit auch keinen Kontakt mit den Gewaltbetroffenen aufnehmen. Das Betretungsverbot gilt für die Wohnung/das Haus und die unmittelbare Umgebung.

Was können Sie für Ihre Sicherheit tun?

  • Wenn die gewalttätige Person trotz polizeilicher Wegweisung in Ihrer Wohnung/ Ihrem Haus auftaucht, rufen Sie bitte sofort die Polizei, Telefonnummer 117 oder 112.
  • Wenn Sie sich trotz der Wegweisung bedroht fühlen, wenden Sie sich an die Polizei.
  • Benötigen Sie Schutz in einer Notunterkunft, dann gibt es folgende Möglichkeiten: Frauen können sich direkt an das Frauenhaus wenden. Das Telefon mit der Nummer 061 681 66 33 ist rund um die Uhr besetzt.
    Ansonsten vermittelt unsere Beratungsstelle weitere Notunterkünfte.
  • Wenn Sie sich für eine Trennung von Ihrem Partner resp. Ihrer Partnerin entscheiden, haben Sie die Möglichkeit, die Wegweisungszeit zu verlängern. Dazu müssen Sie einen Antrag stellen und diesen innerhalb von 10 Tagen seit Verfügung der Wegweisung beim Zivilgericht eingeben. Wir als Beratungsstelle oder auch Anwältinnen und Anwälte können Ihnen dabei behilflich sein.

Beratung und Unterstützung

Wurde Ihre (Ehe-)Partnerin/(Ehe-) Ihr Partner weggewiesen, so haben Sie als gewaltbetroffene Person Anrecht auf eine umfassende Beratung zum Thema Wegweisung und Ihre hiermit verbundenen rechtlichen Möglichkeiten.

  • Wir informieren Sie über Fragen der Trennung , bezüglich der Kinder, des  Strafverfahrens, der finanziellen Situation, über Aufenthaltsstatus und vieles mehr.
  • Wir helfen Ihnen dabei, Entscheidungen zu treffen.
  • Wir setzen uns für Sie bei Ämtern und Fachstellen ein.
  • Wir sind Ihnen dabei behilflich, Ihre Rechte zu wahren.
Trennung/Scheidung

Wenn das Zusammenleben unerträglich geworden ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Die tatsächliche Trennung: Die Ehegatten lösen ihre Lebensgemeinschaft auf, ohne an das Gericht zu gelangen und ohne beim Gericht Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft zu beantragen.
  • Die gerichtliche Trennung: Die Ehegatten lösen ihren gemeinsamen Haushalt aufgrund eines Gerichtsurteils auf. Das Verfahren ist ähnlich wie bei einer Scheidung. Im Unterschied zur Scheidung löst das Urteil über die gerichtliche Trennung die Ehe jedoch nicht auf, sondern ermöglicht es den Ehegatten lediglich, auf unbestimmte Zeit getrennt zu leben. Bei der gerichtlichen Trennung bleibt folglich die eheliche Verbindung bestehen.
    Eine Trennung vor Gericht nennt man Eheschutzverfahren. Dieses kann beim Zivilgericht eingeleitet werden. Im Eheschutzverfahren werden die Folgen des Getrenntlebens geregelt, u.a. folgende Punkte: Zuteilung der Wohnung, Zuteilung der Obhut über die Kinder, Besuchsrecht, Unterhaltsbeiträge und Gütertrennung.
  • Die Scheidung: Die eheliche Gemeinschaft wird aufgrund eines Gerichtsurteils aufgelöst. Die Scheidung kann jederzeit von den Ehegatten gemeinsam (in gegenseitigem Einverständnis) oder auch nur von einem der beiden beantragt werden, sofern eine zweijährige Trennung vorausgegangen ist.
    In schwerwiegenden Fällen (z.B. extreme Gewalt in der Ehe) kann die Scheidung vor Ablauf einer zweijährigen Trennung beantragt werden, selbst wenn sich der andere Ehepartner dagegenstellt.

    Merkblatt zu Trennung und Scheidung

Beratung und Unterstützung
Wenn Sie sich von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin trennen bzw. scheiden lassen möchten und in Ihrer Beziehung häusliche Gewalt eine Rolle spielt, erhalten Sie in unserer Beratungsstelle Hilfe und Unterstützung. Wir informieren Sie ausführlich über den Ablauf und die Folgen einer Trennung/Scheidung und unterstützen Sie beim Einleiten der nötigen rechtlichen Schritte.

Dokumente
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Merkblätter

 

Spende

©2016 Opferhilfe beider Basel Opferhilfe beider Basel, Steinenring 53, 4051 Basel, Telefon +41 61 205 09 10